Aufnahme · what
Zylinderschaft, Morsekegel, ER-Spannzange: was rundläuft
Bohrfutter, Morsekegel MK2 und ER-Spannzange vergleichen: Rundlauf, Wechsel, Anzug der Überwurfmutter und wann der Zylinderschaft im Futter stirbt.
Rundlauf ist kein Luxus für CNC-Broschüren. Ein Bohrer, der 0,1 mm schlägt, macht ein Loch, das der Bolzen nicht will, und eine Schneide, die nur einseitig trägt. Die Aufnahme — Dreibackenfutter, Morsekegel, ER-Zange — entscheidet das vor dem ersten Span, nicht die Sorte des Bohrers.
Drei Systeme an der Kleinmaschine
Typisch in der Hobby- und Instandsetzungsbank
| Aufnahme | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Zahnkranz-Bohrfutter, Zylinderschaft | schnell, billig, 1–13 mm | Schlag, Backen verschleißen, glatte Schäfte rutschen |
| Morsekegel (MK1–MK3) | steif, selbsthemmend, Bohrer mit MK-Schaft | Wechsel braucht Keil, Öl/Späne lösen den Sitz |
| ER-Spannzange | Rundlauf, Wiederholbarkeit, Fräser und Bohrer | richtige Zange, richtiges Drehmoment an der Mutter |
Zylinderschaft im Futter
Drei Backen zentrieren theoretisch. Praktisch tragen sie auf abgenutzten Rillen und einem Schaft, der nicht rund ist. Kurze Einspannung: der Bohrer wandert. Zu lang: er federt. Blanker Zylinderschaft von VHM im öligen Futter: durchdrehen, flache Stellen, dann ist der Schaft tot für die Zange. Weldon-Fläche oder ausreichende Klemmung, und das Futter nicht als „Universal-ER“ missbrauchen.
Morsekegel
Kegel sauber, trocken, in die Pinole ziehen bis er sitzt. Austreiben nur mit dem Keil in der richtigen Nut, nicht mit dem Schraubendreher gegen die Lager. Reduzierhülsen addieren Sitze — jeder Sitz kann schlagen. Lieber der passende MK als drei Hülsen in Reihe.
- Zange in die Mutter klicken (ER: Zange sitzt in der Mutter, bevor sie auf den Halter geht — sonst beschädigen Sie den Kragen).
- Werkzeug bis zur empfohlenen Tiefe, nicht nur 3 mm Schaft.
- Mutter handfest, dann mit ER-Schlüssel auf das vom Halter genannte Moment — zu wenig rutscht, zu viel sprengt die Zange oder den Halter.
- Probelauf: am Schaft mit der Messuhr oder zumindest sichtbar: kein Taumeln.
- Nach dem Fräsen: Mutter lösen, Zange säubern. Eingesetzte Späne sind der nächste Schlag.
Was Sie an der Bank kombinieren
Ständerbohrmaschine: MK in der Pinole für große HSS-MK-Bohrer, Futter mit MK-Dorn für den Alltag, ER nur wenn Sie einen ER-Dorn haben und Rundlauf brauchen. Fräse: ER als Standard für Schaftfräser. Drehmaschine: Spannzange im Spindelstock für Serienteile, Futter für Prismen. Nicht ein System für alles — drei saubere Sitze schlagen ein dreckiges Universal.
Vor dem teuren VHM-Satz: Futter und Zangen prüfen. Der günstigste Rundlaufgewinn der ganzen Werkstatt ist oft eine neue Zange und ein gereinigter Kegel.
Häufige Fragen
Darf der ER-Kegel als Bohrfutter für alles dienen?
Für Werkzeuge mit Zylinderschaft im Klemmbereich der Zange ja — und meist mit besserem Rundlauf als das Dreibackenfutter. Gewindebohrer brauchen oft eine Ausgleichsaufnahme. Große Bohrer mit Morsekegel gehören in die Hülse, nicht in eine überdehnte ER32.
Zange auf den Durchmesser pressen „passt schon“?
ER-Zangen haben einen engen Nennbereich (oft ±0,5 mm oder weniger je Größe). Ein 9-mm-Schaft in der 10-mm-Zange klemmt auf einer Linie und läuft schief. Die richtige Zange ist billiger als der VHM-Fräser.
MK im Bohrfutteradapter jeden Tag ziehen?
Der Kegel hält durch Reibung. Öl im Kegel, Späne, zu leichtes Werkzeug: er rutscht. Sauber, trocken, fest einziehen (Austreibkeil-Seite beachten). Täglich „zur Sicherheit“ mit dem Hammer auf den Schaft ist kein Spannverfahren.
Welches ER für die kleine Fräse?
ER16/ER20 für kleine Schäfte und hohe Drehzahl, ER32 als Allround an der Hobbyfräse mit 8–20 mm Schäften. Der Halter muss zur Spindel passen (MK, R8, Aufnahme). Mutter mit Haken- oder ER-Schlüssel, nicht mit der Wasserpumpenzange.
Quellen und Normen
Links zu Instituten und Herstellern dienen der Einordnung. Am Werkstück gelten Zeichnung, Zustand des Werkzeugs und der tatsächliche Schliff.